Blütenmeer statt Schottergarten

Steine im Garten können wunderschön sein. Wenn der Garten jedoch nichts anderes als Steine bietet, sollte man ihn vielleicht überdenken...

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8.10.2021

Der Steingarten ist in Deutschland inzwischen weit verbreitet. Vermeintlich pflegeleicht gleichen jedoch als Resultat viele Vorgärten eher Steinwüsten und wirken alles andere als einladend. Der eine oder andere grüne Busch, der möglichst keine Blätter im Herbst verlieren sollte, ist das einzige natürliche Elemente in der grauen Einöde.

Jedoch täuscht die Ansicht dies sei die pflegeleichteste Lösung für den Vorgarten.

Man glaubt, eine mit Kies oder Schotter abgedeckte Fläche müsste immer ordentlich und sauber aussehen und macht keine Mühe. Wer jedoch tatsächlich schonmal einen Steingarten hatte und auch nur geringe Ansprüche daran hat, dass dieser ordentlich aussieht, weiß das jedoch besser.

Die Steine werden üblicherweise auf eine Folie geschüttet um die Fläche von Unkraut frei zu halten. Allerdings sammeln sich auf der Folie natürlich allerlei Nährstoffe und herumfliegende Samen. So breiten sich bald kleine Pflanzen und Algen aus, Moos wächst und man hat es nicht leicht das Grün wieder zu entfernen. Wer will schon all die Steine umräumen müssen?

Auch im Angesicht und in Aussicht immer extremerer Sommer erweist sich der Schottergarten als Flopp.

Hier sorgen nämlich keine Pflanzen und Bäume für Schatten oder Verdunstung und die Steine heizen sich auch noch enorm auf. Nachts wird es noch wärmer als nötig. Der Garten ist nicht der kühle Sommerfluchtort, der er sein könnte. Staub und Schadstoffe werden nicht gefiltert oder gebunden und das Regenwasser versickert schlecht. Also keine gute Lösung was die Umwelt betrifft vor allem bei den Hochwassergefahren heutzutage.

Also tut man mit einem Schottergarten weder sich noch der Natur einen Gefallen.

Weder Kleinlebewesen noch Vögelo der Insekten finden Nahrung im Schottergarten. Auch nicht die Wildbienen, die auf der Suche nach einem Ort sind, um sich zurückzuziehen.

Natürlich gehören Steine zu einem harmonischen Gartenplan dazu, sei es nun als Wege oder Bodenabdeckung. Wer eine Liebe für Feng Shui entwickelt hat, der weiß, dass ein japanischer Garten mit sorgsam verteilten Steinen wunderschön und nicht minder grün sein kann. Wer bei der Steindeko eher in die regionale Tradition guckt: Auch als Findlinge können Felsen super aussehen.

Aber immer in Verbindung mit einer blühenden, vielleicht bunten und grünen natürlichen Bepflanzung.

Mariel
Artikel von Mariel

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