Alles, was ihr über Zecken wissen müsst

Mit dem Frühling starten wir in die Zeckenzeit. Warum die blutsaugenden Parasiten so gefährlich sind und mehr, erklären wir euch in diesem Artikel

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4.12.2021

Clara

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Bis zu einer Höhe von 2000 Meter findet man den blutsaugenden Parasiten sowohl in der freien Natur, in innerstädtischen Parks und Gärten. Die Zecken halten sich vor allem in der bodennahen Vegetation bis etwa 1 Meter Höhe auf. Besonders auf Gräsern, in Büschen und auf Wiesen lauern die zu den Spinntieren gehörenden Tierchen. Da sie schattige und feuchte Plätze lieben, findet man sie auch vermehrt an Waldrändern.

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Mit einer einzigen Blutmahlzeit kann die Zecke bis zu zehn Jahren überleben. Die in Deutschland meistverbreitete Zeckenart ist der Gemeine Holzbock, welcher bis zu fünf Jahren alt werden kann. 


Zecken sind hauptsächlich zu warmen Jahreszeiten von März bis Oktober aktiv. Bestimmten Arten reichen jedoch Temperaturen um 8 Grad aus, um sich weiter zu vermehren. So ist man selbst in milderen Wintern nicht sicher vor den fiesen Krabbeltieren.


Wie gefährlich ist die Zecke?

Der Zeckenstich an sich ist harmlos, jedoch übertragen die Zecken Infektionskrankheiten, welche einen bösen Ausgang haben können. FSME (Frühsommer-Meningoenzephatitis) und Borreliose sind die in Europa an den weitesten verbreiteten Krankheiten. Borreliose wird durch Bakterien meist erst nach mehreren Stunden nach dem Stich ausgelöst. FSME hingegen wird innerhalb kürzester Zeit nach dem Stich durch Viren ausgelöst. 



So kann man sich schützen:

  1. Bei Ausflügen in die Natur sollte die Kleidung möglichst viel Haut bedecken, Hosenbeine wenn machbar, in die Schuhe stecken. 
  2. Auf heller Kleidung sieht man Zecken besser!
  3. Glatte Stoffe, da die Zecken sich daran schlechter festhalten können.
  4. Am Waldrand, auf Wiesen und im Wald nicht mit offenen Schuhen und schon gar nicht barfuß laufen
  5. Insektenabwehrmittel auf freien Hautpartien bieten zwei bis drei Stunden Schutz. Auch Kokosöl wirkt abschreckend auf die Parasiten.
  6. Nach dem Ausflug unbedingt die Haut und Kleidung sorgfältig nach Zecken absuchen und getragene Kleidung möglichst rasch wechseln und waschen. Hat sich eine Zecke bereits festgebissen sollte sie sofort entfernt werden
  7. Haustiere, die viel draußen sind, sollten ebenfalls sorgfältig abgesucht werden
  8. Bei Aufenthalten in Risikogebieten wird zu einer FSME-Impfung geraten. Diese liegen in Teilen Hessens, Thüringens und Sachsens.


Was tun bei einem Zeckenstich?

Hat sich eine Zecke festgebissen, sollte sie rasch entfernt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass die Zecke samt Kopf «herausgedreht» wird. Zeckenzangen sind hier sehr hilfreich, da sie die Zecke am Kopf packen und diese samt Stechrüssel entfernt wird. Die Zecke anschließend zerdrücken oder verbrennen. Die Wunde sollte gut desinfiziert und rot eingekreist werden, um eine Wanderröte leicht feststellen zu können. Kommt es zu einer solchen, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. 


Zecken im eigenen Garten

Um Zecken aus dem eigenen Garten fernzuhalten, sollte man diesen als möglichst Zecken-unfreundlich gestalten. 

Dichte Bodendecker wie Dickmännchen oder Efeu halten Feuchtigkeit und bieten Zecken einen optimalen Überlebensraum. Auch Gärten in Wald- oder Parknähe oder verwilderte Grundstücke mit großem Baum- und Buschbestand sind potenzielle Zeckengebiete. 

Unsere 5 Tipps werden helfen, euren Garten möglichst zeckenfreien zu machen.


Regelmäßiges Rasenmähen

Da Zecken hohe Gräser lieben, sind kurz geschnittene Rasen für Zecken eher uninteressant. Im kurzen Rasen trocknet Morgentau schneller, sodass den Zecken die nötige Feuchtigkeit zum Überleben fehlt. 


So viel Sonne wie möglich

Je sonniger und trockener der Garten, umso weniger beliebt bei Zecken. Überwuchernde Sträucher solltet ihr daher regelmäßig zurückschneiden, um den Wildwuchs einzuschränken.


Laub und Gestrüpp entfernen

Laubhaufen sind ein wahres Zeckenparadies und sollten deshalb so gut es geht entfernt werden. 


Duftende Pflanzen und Kräuter als Abwehr

Während wir den Geruch von Lavendel, Thymian oder Eukalyptus als angenehm empfinden, sind die ätherischen Öle bei den Zecken eher unbeliebt und eignen sich daher als optimale Pflanzen zur Abwehr.


Zecken Bekämpfen

Zecken hassen den Geruch von Zitrusfrüchten. So könnt ihr ganz einfach ein ungiftiges und natürliches Zeckenabwehrmittel selbst herstellen: Zwei Zitronen, Limetten, Orangen oder Grapefruits in 1 Liter Wasser etwa eine Stunde lang köcheln und anschließend die abgekühlte Flüssigkeit auf das Zeckennest, die Haut oder das Tierfell sprühen. 

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