Vier Tipps, damit eure Pflanzen den Winter überstehen

Die Winterzeit naht und damit ändert sich einiges für eure Pflanzen. Hier sind vier Tipps, wie ihr eure Pflanzen am besten überwintert und worauf ihr dabei achten müsst.

Balkon Pflanzen rechtzeitig reinholen! 

Der beste Zeitpunkt, eure Pflanzen vom Balkon zu nehmen, ist bereits im Oktober. Tropische und mediterrane Pflanzen wie Palmen, Zitruspflanzen, sollten bereits ab Temperaturen unter zehn Grad Celsius in ihr Winterquartier gebracht werden. Robustere Pflanzen wie Lorbeer oder einige Bambussorten halten auch kurzzeitig Minusgrade aus und können daher meist noch bis in den November hinein draußen stehen.

Rosen, Lavendel und Co. schützen!

Rosen, Lavendel oder Buchsbäume sind winterharte Pflanzen und könnten theoretisch den Winter über draußen bleiben. Dabei ist aber zu beachten, dass sie entsprechend vor der Kälte geschützt werden sollten. Am Besten stellt ihr die Kübelpflanzen zum Überwintern an die Hauswand oder auf Styropor - so wird der Wurzelballen nicht zu kalt. Ein weiterer Trick: Laub auf die Erde verteilen und den Topf mit  Bastmatten oder Vlies einschlagen. Damit wird der Kübel auch vor der Kälte geschützt.

Balkonpflanzen richtig platzieren!

Nicht winterharte Pflanzen - also tropische oder mediterrane- müssen vor der Kälte geschützt werden. Also lasst diese am Besten im Haus oder in der Wohnung überwintern. Viele Pflanzen legen während der Wintermonate eine Ruhephasen ein und brauchen dafür einen idealen Standort. Für die meisten eignen sich Räume mit niedrigen Temperaturen zwischen fünf und zwölf Grad Celsius. Alles, was darüber ist, regt die Pflanzen zum Wachsen an, obwohl es eigentlich zu wenig Licht gibt - die Triebe werden lang, dünn und blattlos. Wählt daher Orte, wie einen Wintergarten, helle Kellerräume, Garagen oder das Treppenhaus. Je kühler der Standort ist, desto weniger Licht brauchen die Pflanzen beim Überwintern.

Zimmerpflanzen nicht vernachlässigen! 

Bei all der Pflege um unseren Balkon, sollten wir die Zimmerpflanzen natürlich nicht vergessen! Denn auch auf unsere Zimmerpflanzen erwarten ebenfalls Gefahren im Winter. Zu wenig Licht, zu viel Wasser und zu trockene Luft. Bei niedriger Luftfeuchtigkeit sind Pflanzen anfälliger für Schädlinge. Kontrolliert deshalb eure Pflanzen am besten täglich - vor allem an den Blattunterseiten.

Unser Tipp: Regelmäßig Pflanzen leicht "abduschen". Dabei entfernt ihr nicht nur Staub von den Blättern, sondern könnt auch Schädlinge abspülen, bevor sie sich ausbreiten.

Tipp für mehr Licht

Wie bereits erwähnt, ist das Licht in den Wintermonaten insgesamt schwächer. Stellt eure Zimmerpflanzen (nicht Balkonpflanzen!) so nah wie möglich ans Fenster, um zu verhindern, dass sie kränkeln. Wintersonne ist schwächer als die pralle Mittagssonne im Sommer - aus diesem Grund können auch Pflanzen, die direkte Sonne nicht mögen, ein wenig davon abbekommen.

Tipp: Falls ihr nur wenige helle Plätze in der Wohnung habt, kann eine Pflanzenlampe helfen.

Tipp beim Gießen

Beim Gießen gilt im Winter auch erhöhte Vorsicht. Zu viel Wasser führt zu Staunässe, Wurzelfäulnis und schließlich dem Absterben, da die Wurzeln kein Wasser mehr aufnehmen können. Im Winter brauchen Pflanzen sogar weniger Wasser, da es weniger Licht gibt und die Pflanzen weniger Photosynthese betreiben. Aufs Düngen oder Umtopfen ebenfalls größtenteils verzichten. Faustregel: Je dunkler der Standort der Pflanze, desto weniger Wasser braucht sie. Ein Feuchtigkeitsmesser kann dabei helfen, nicht zu viel zu gießen.

Tipp für Luftfeuchtigkeit

Fallende Außentemperaturen treiben uns dazu, die Heizung hochzudrehen. Eine warme Wohnung im Winter ist zwar angenehm, aber die trockene Heizungsluft sorgt dafür, dass die Luftfeuchtigkeit stark absinkt. Die Folge sind nicht nur trockene Hautstellen, auch viele Pflanzen vertragen das schlecht. Die meisten benötigen eine hohe Luftfeuchtigkeit (Ausnahmen: Sukkulenten und Kakteen). Deutliches Zeichen für eine zu trockene Luft sind braune Ränder an den Blättern. Um die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung im Blick zu behalten, eignen sich Hygrometer. Am besten ist eine Luftfeuchtigkeit um die 50 Prozent. Bei mehr als 60 Prozent besteht nämlich Schimmelgefahr. Diese Tricks helfen, die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen:

- Ein Luftbefeuchter reguliert automatisch das Raumklima.

- Pflanzen ein- bis zweimal täglich mit kalkfreiem Wasser besprühen.

- Wasserverdunster für die Heizkörper verwenden. Die Behälter werden mit Wasser gefüllt und an die Heizungen gehängt, sodass das Wasser verdampft und die Luftfeuchtigkeit erhöht.

von
Lola

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