Dein Saatgut keimt nicht richtig?

Dein Saatgut keimt nicht richtig?
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Doch braucht die Anzucht aus eigenem Saatgut auch viel Zeit und Liebe. Die Töpfchen müssen mit Erde befüllt, das Saatgut gepflanzt und anschließend gepflegt werden. Dann heißt es abwarten. Frustrierend wird es dann, wenn unser Saatgut einfach nicht sprießen will. 

Gründe warum euer Saatgut nicht keimen will und wie ihr dies in Zukunft vermeiden könnt, verraten wir euch hier. 


  1. Falsche Lagerung

Achtet bei der Lagerung darauf, dass euer Saatgut in einer luftigen Verpackung gelagert wird, da es sonst zu einem Schimmelbefall kommen kann. 

Außerdem solltet ihr das Saatgut an einem dunklen Ort, bei Temperaturen zwischen maximal null bis zehn Grad und einer mäßigen Luftfeuchtigkeit aufbewahren


  1. Falsche Aussaattiefe

Die Aussaattiefe hat einen entscheidenden Einfluss auf den Keimerfolg. Werden große Samen nicht tief genug eingepflanzt, sind sie das gefundene Fressen für Vögel, werden kleine Samen zu tief eingesetzt, finden die schwachen Keimlinge nicht den Weg an die Oberfläche. 

Haltet euch bei der Aussaattiefe an folgende Faustregel: Je feiner das Saatgut, desto flacher muss es ausgesät werden. 


  1. Temperatur

Keimt das Saatgut kaum, können zu kalten Temperaturen die Ursachen sein. Gerade draußen kann das Saatgut bei zu niedrigen Temperaturen von Unkraut überwuchert oder Pilzen befallen werden. Auch die Gefahr einer Vermoderung im Boden droht. 

Daher raten wir euch, mit der Aussaat zu warten, bis die Außentemperaturen etwas wärmer sind. Optimale Keimtemperaturen liegen zwischen 18 bis 22 Grad. 


  1. Falsches Substrat

Viel hilf viel – das gilt jedoch nicht für unser Saatgut. Kommen die Samen mit zu viel Nährstoffen in Kontakt, kann dies deren Wachstum einschränken. Ideale Bedingungen ist eine fein krümelige, gelockerte Erde mit einem hohen Humusanteil und niedrigem Nährstoffmangel.


  1. Trockenheit

Damit euer Saatgut austreibt, sollte das Beet oder die Anzuchttöpfe stets gleichmäßig feucht sein. Trockenheit kann zu einem Absterben führen. 


  1. Saatgut ist alt

Auch Saatgut hat ein Mindesthaltbarkeitsdatum. 

Samen von Pastinaken, Schnittlauch und Knoblauch halten sich maximal ein Jahr. Das von Möhren etwa zwei. Sellerie, Spinat und Fenchel können bis zu drei Jahren halten. Das Saatgut von Feldsalat, Bohnen und Radieschen bis zu vier. 

Am haltbarsten sind die Samen von Gurken, Tomaten oder Kürbissen, welche noch nach fünf Jahren verwendet werden können. 

Unser Tipp: bevor ihr unnötig viel Zeit in eure Anzucht investieret, könnt ihr eine Keimprobe durchführen. Hierfür legt ihr circa 20 Samen auf ein angefeuchtetes Küchenpapier, rollt es auf uns gebt es in einen verschließbaren Gefrierbeutel mit kleinen Löchern. An einem sonnigen Platz sollte das Saatgut rasch anfangen zu keimen. Falls nicht, ist das Saatgut nicht mehr gut. 


  1. Falsche Aussaathilfe

Gerade, wenn ihr eine größere Fläche bepflanzen möchtet, können Aussaathilfen wie Saatscheiben und Saatbänder sehr praktisch sein. Bei falscher Benutzung können diese jedoch auch zum Misserfolg führen. Achtet daher darauf, dass die Bänder und Scheiben immer gut durchfeuchtet sind, bevor sie mit der Erde bedeckt werden.


Achtet ihr auf unsere Tipps, kann bei euere Anzucht kaum noch was schiefgehen und ihr werdet euch schon bald über Blumen, Pflanzen und co freuen!