Manuels Homestory: Selbst ist der Mann!

Manuel wohnt zwar nur in einem 2-Raum-Bungalow, trotzdem konnte er hier unzählige Ideen umsetzen.

News

5.25.2021

Ein freistehendes Bett, eine Palettenwand und ein Terrarium - Manuel hat viele Ideen. Und einmal vom DIY-Fieber gepackt, lässt er sich auch kaum noch bremsen. Was er in seiner Wohnung alles umgesetzt hat, erzählt er uns in seiner Homestory.

Ich bin Manuel, 35 Jahre alt und wohne allein in einem 2-Raum-Mietbungalow auf 80 m²  in Leverkusens schönster Gegend. Dazu gehört noch ein kleiner, aber feiner 50 m² großer Garten mit Terrasse. Bis dato habe ich es nur geschafft, den Hauptraum nach meinen Bedürfnissen und Ideen umzugestalten, aber auch das Gästezimmer soll noch folgen. Küche und Bad sind wie beim Einzug vorgefunden belassen worden. Beruflich bin ich als leitender Hoteldirektor für die Marriott Gruppe in Düsseldorf angestellt.


Zurück in Deutschland befinde ich mich erst seit Ende 2017, über einen kleinen Umweg über Dortmund bin ich nun seit Dezember 2019 in Leverkusen sesshaft geworden. Als gebürtiger Berliner habe ich genug vom Wohnen in der Großstadt und sehne mich nach Ruhe und Natur in meiner Freizeit. Zuvor habe ich acht Jahre für einen Reiseveranstalter in Griechenland und Spanien gearbeitet - hinzu kommt meine unbändige Reiselust, die es mir ermöglicht hat, tollste Erlebnisse und Erfahrungen aus aktuell 47 Ländern mein Eigen zu nennen! Und die Kombination aus beidem findet sich zum einen in meinem Wohnstil, vor allem aber auch in meinem Garten wieder.

Hilfe aus YouTube-Tutorials


Ich habe weder etwas Handwerkliches gelernt, noch hatte ich sonstige Vorkenntnisse im Bereich DIY oder Interior. Eine kreative Ader wurde mir allerdings schon früh und immer nachgesagt. Mein Motto lautet: Alles, wofür man nicht direkt studieren muss, kann man eventuell auch selber schaffen. Dazu nehme ich mir auch gern mal diverse YouTube-Tutorials zur Hilfe. Ich kann auch gar nicht auf den Punkt bringen, woher dann meine Ideen sprudeln. Es ist oft so, dass ich Fotos sehe oder einen Raum betrete, und sofort sprudelt es an Möglichkeiten und Umsetzungsideen nur so in mir hoch. Ich würde selbstbewusst von mir sagen, ich habe den Blick fürs Wesentliche und ein Einschätzungsvermögen für das, was am besten passt und mit meinem persönlichen Geschmack kombinierbar ist.

Vision vom Wohnschlafraum


Die Idee zu meinem Wohnraum war, dass ich die klassische Raumaufteilung aufweichen wollte. Denn ich war und bin Single und seien wir doch mal ehrlich: Viele Personen, die zumindest ich so kenne oder deren Beiträge ich in Social Media Kanälen sehe, richten ihren Wohnraum teilweise nach möglichem Besuch aus. Darauf habe ich verzichtet. Ich wohne hier, ich muss mich hier wohlfühlen und nicht zwingend der Gast. Deswegen gibt es z.B. nur einen kleinen Esstisch mit zwei Stühlen - sind mal mehr als ein Gast da, wird halt noch irgendwie ein Stuhl dazu gequetscht. Das ist dann halt mal so.... für die drei, vier Situationen im Jahr.

Ich hatte eine für mich viel wichtigere Vision im Kopf: Einen Wohnschlafraum kreieren! Diese Idee war nicht von Anfang an da, sondern erst als ich den Bungalow zum ersten Mal von innen gesehen habe. Diese Aussicht durch die riesigen, insgesamt vier Meter breiten Schiebefenster, die durfte nicht nur fürs reine Tageswohnen verschwendet werden. Wie würde hier im Bett wohl ein Sonnenuntergang, oder ein kräftiger Schnellfall aussehen? Wie würde es wohl sein, morgens vom Bett nur drei Schritte in den sonnengetauchten Garten zu haben? Ich musste es einfach so umsetzen - zumal das eigentliche Schlafzimmer, welches nun bei Zeiten das Gästezimmer werden soll, zur anderen Seite zur Straße bzw. zum Wendekreis ausgerichtet ist.

Erfolg beim DIY-Bauen macht Lust auf mehr


Geträumt, gesagt, getan: Ich begann mein Konzept umzusetzen und meinen Wunsch nach industriellem, aber trotzdem warmem Wohnen zu realisieren. Auf einmal fing ich an, Decken mit einer Sprühpistole zu weißen, Laminat sowie Strom komplett eigenständig zu verlegen und Highlights selber zu bauen, wie das freistehende Bett mit unterhalb verlegten Stromanschluss, oder der mit künstlichen Pflanzen bestückten Palettenwand.

Jeder Erfolg beim DIY-Bauen macht Lust auf mehr, und somit reizte ich meine Fähigkeiten weiter aus. Ich wollte viele kleine Unikate für das finale Gesamtunikat. So baute ich aus einem kleinen Stahlträger eine Deckenlampe mit Panzerketten, weitere mit Rostfarbe besprühte Vintage Hängelampen neben der Palettenwand, eine indirekte im Laminatrand versenkte Rundumlauf-LED-Beleuchtung und Industriedrucke wie auf Containerschiffen an meinen weißen Backsteinwohnwänden.

Aber nicht immer muss man selber bauen, um auffällige Highlights zu setzen, was zum Beispiel den Hängesessel neben dem Bett angeht oder auch das Einbauterrarium in der eigentlichen Durchreiche zur Küche, dessen Bewohner eine wundervolle Kornnatter ist. Viel Holz und Erd- sowie grautöne bestimmen mein Wohnbild. Wohlfühlfaktor 100.

Während Corona den Garten umgestaltet


Der zweite Akt begann dann im Frühjahr mit meinem Garten - nie hatte ich geplant dort etwas zu verändern, war die Gartenarbeit durch einen von meiner Vermieterin engagierten Gärtner ja sogar im Mietpreis enthalten. Aber dann kam Corona - und meine Ideen für die Anpassung des Gartens an meine Reiseerinnerungen. Und was darf dort natürlich nicht fehlen und ist heute das markanteste Merkmal des Gartens? Natürlich die zwei traumhaften chinesischen Hanfpalmen, die auch winterhart sind und immer noch prächtig gedeihen!

Des Weiteren legte ich neuen Rasen an, setzte Akzente mit einer Teichbrücke und kleinen Buchsbüschen, sorgte für eine neue Nachtausleuchtung des Gartens und baute auch hier komplett eigenständige Hingucker, wie z.B. den ganz neuen schwebenden Wasserfall, auf den ich auf Grund seiner Komplexität sehr stolz bin. Meine Vermieterin, die gleichzeitig auch meine Nachbarin ist, gab mir mittlerweile einen Freifahrtschein für jegliche Änderungen. Selbst sehr bedacht auf die Außenwirkung ihres Gartens, ist sie mehr als beeindruckt von den Veränderungen und Ergebnissen in ihrem Mietobjekt und kommt häufig vorbei um zu schauen, was es denn wieder schönes Neues zu sehen gibt. Das nächste Projekt steht dann im Frühjahr 2022 an, wenn die bereits gestutzte Fichte links weichen wird und dort ein kleines Holzplateau mit Sichtschutz für einen Outdoorwhirlpool entsteht - natürlich wieder alles selbst gebaut und gerne werde ich euch auch hier auf dem Laufenden halten :-)



Diesen Post teilen

Zur Startseite