Dieses Gemüse könnt ihr auch im Schatten anbauen

Die meisten Pflanzen lieben Sonne. Wir zeigen euch ein paar Sorten, die sich aber auch im Schatten ganz wohl fühlen.

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4.8.2021

Beim Anbau von eigenen Gemüsepflanzen gilt es einiges zu beachten. Die entscheidendsten Faktoren für eine gesunde Pflanze und eine erfolgreiche Gemüseernte sind Standortwahl, Bewässerung, Bodenqualität sowie Beschaffenheit des Gartens.

Sind bestimmte Bedingungen für gewisse Gemüsepflanzen nicht gegeben, muss man sich den Umständen anpassen und die Pflanzenwahl überdenken. Doch ein Faktor entscheidet maßgeblich über den Erfolg oder Misserfolg des Gartens: 

Die Sonne. Oder eben der Mangel daran. Ist euer Garten mit viel Sonnenlicht gesegnet, so eignet er sich hervorragend für den Anbau von Tomaten, Paprika, Auberginen, Gurken, Bohnen, Erbsen und Melonen.

Kauft ihr Pflanzen mit dem Label «Volle Sonne», müssen diese mindestens 6 Stunden volles Sonnenlicht pro Tag untersetzt sein, um wachsen zu können. 

Beachtet jedoch auch bei diesen Pflanzen, dass zu viel des Guten auch schädlich sein kann. Denn zu viel und direkte Sonneneinstrahlung ist auch nicht gut. Selbst die sonnenliebenden Tomaten brauchen etwas Schatten, um nicht zu «verbrennen». 

Je nach Sonneneinstrahlung muss in besonders trockenen und heißen Phasen nachgewässert und/oder beschattet werden, um Pflanzenschäden zu vermeiden! Auch die Nähe zu Bäumen, Gebäuden oder Zäunen kann natürlichen Schatten bieten. Nutzt diese Plätzchen aus, einige Pflanzen werden es euch danken. 


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Eine andere Art der Bezeichnung ist «Halbschatten oder teilweise Sonne». Diese Pflanzen vertragen zwischen 4 bis 6 Stunden Sonne pro Tag. 

Seid ihr euch nicht sicher, welche Pflanzen sich gut für einen halbschattigen Garten eignen, empfehlen wir einen Anbau von Stauden: diese sind sehr pflegeleicht und helfen mit ihrer Anwesenheit gleichzeitig den Boden aufzubauen. Außerdem verlängern sie die Gartenernte bis in den Frühling und Herbst hinein, da sie die Landschaft mit prächtigen Farben und Formen verschönern. Viele Stauden gedeihen gut im Halbschatten. 

Diese Pflanzen brauchen weniger Sonne


Rote Beete

Rote Beete eignet sich hervorragend für den Anbau an halbschattigen Plätzen. Durch den vermehrten Schatten sind die Wurzeln etwas kleiner, dafür deutlich intensiver im Geschmack. Auch das Rübengrün, welches im Laden meist nicht zu finden ist, aber unwahrscheinlich nahrhaft und voller Vitamine ist, lohnt sich besonders.

Brokkoli

Wir empfehlen, den Brokkoli am Gartenrand im eher schattigen Teil anzupflanzen. Solange Brokkoli gut bewässert und frei von Unkraut gehalten wird, ist er extrem pflegeleicht. Volle Sonneneinstrahlung lässt den Brokkoli frühzeitig erblühen und die Köpfe hängen lassen. Auch im Geschmack lässt der Brokkoli deutlich nach, ist er zu viel Sonne ausgesetzt.

Kohl

Zu viel Sonnenlicht führt beim Kohl zu kleineren Köpfen und trockenen Außenblättern. Daher eignen sich halbschattige Konditionen, welche dem Kohl die Chance gibt, bei wärmeren Temperaturen zu blühen. Beachtet beim Kohlanbau, dass dieser zu den Herbst- und Wintergemüsesorten bei Temperaturen über 24 Grad kaputt geht.  

Karotten

Wie auch Rübengrün, ist das Karottengrün ein unterschätztes Lebensmittel. Intensiv im Geschmack, lässt es sich hervorragend in Suppen oder Eintöpfen untermischen. Aber natürlich auch die Karotte selbst ist ein beliebtes Gemüse. 

Blumenkohl

Blumenkohl wächst zwar besonders gut in der Sonne, da er jedoch auch zu den Kühljahreszeitengemüsen gehört, freut er sich über Schatten, gerade in sehr heißen Sommertagen. 

Staudensellerie

Auch Staudensellerie gehört nicht zu den einfachsten Gemüsepflanzen in Hinblick auf dessen Bedürfnisse was den Anbau angeht. Gedeiht er aber einmal, ist er durchaus attraktiv. Ob in Eintöpfen, als Snack gedippt in Humus oder zum Bloody Mary serviert – Stangensellerie kann auf viele und köstliche Weisen genossen werde. 

Knoblauch

Ein Leben ohne Knoblauch? In unseren Augen unvorstellbar. Ob roh, gekocht oder eingelegt. Knoblauch bereichert viele Gerichte mit seinem intensiven Geschmack und unterstützt gleichzeitig unsere Gesundheit. 

Grüne Zwiebeln

Wie auch der Knoblauch, gehört die Zwiebel an fast jedes salzige Gericht. Das tolle ist, dass Zwiebeln leicht im Anbau sind und sich hervorragend für schattige Plätze eignen und sich den ganzen Sommer über ernten lassen. 

Meerrettich

Viele betrachten den Meerrettich als reines Krautgewürz. Dabei kann er auch hervorragend als Gemüse in vielen Gerichten verwendet werden. Verkocht verliert er auch an seiner Schärfe und kann so vielseitig eingesetzt werden. Das tolle an Meerrettich ist, dass dieser durchgehend wächst und kaum Ansprüche an Boden und Standort stellt, solange dieser nicht zu nass und sonnig ist.

Lauch

Lauch ist ein echter Schatz im Garten. Im Aussehen etwas eindrücklicher als seine Zwiebelverwandten, im Geschmack dafür etwas milder, mit einer besonderen Textur – dies macht den Lauch zu dem perfekten Gartengemüse. Je nach Anbauzeitpunkt kann Lauch von Ende Sommer bis Anfang Frühling geerntet werden.

Pastinake

Das Gemüse, welches den Schatten am meisten toleriert und liebt ist die Pastinake. Mit etwas Geduld und einem Funken Glück keimen die Samen nach 2 bis 4 Wochen ziemlich gut. Als winterresistentes Gemüse eignen sich Pastinaken hervorragend für den Anbau in kälteren Regionen.

Erbsen

Der Anbau von Erbsen ist besonders erfolgreich, wenn diese im Schatten von Sonnenliebenden Pflanzen wie Tomaten, Mais oder Auberginen wachsen. Sie eignen sich zudem ideal für Mischkulturen mit Kartoffeln, Pastinaken, Salat und Rübengewächsen. 

Kartoffeln

Meist sieht man große Kartoffelfelder, welche der Sonne zwischen 8 bis 10 Stunden ausgesetzt sind. Trotzdem eignen sich Kartoffeln auch hervorragend für den Anbau in halbschattigen Gärten. 

Radieschen

Radieschen, welche idealerweise im Frühling oder Ende Sommer gepflanzt werden, mögen sehr heiße Temperaturen nicht.

Als Gartengemüse eignen sie sich jedoch hervorragend, da sie schnell wachsen, wenig Platz einnehmen aber durch ihre Vielfalt in Formen, Größen und Farben viele Gerichte mit dem einmalig intensiven Geschmack bereichern können.

Steckrüben

Die Samen der Steckrüben keimen bereits nach 4 bis 7 Tagen, jedoch sind sie was die Temperaturen angeht recht anspruchsvoll. Temperaturen über 30 Grad fördert das Verschrauben. 

Warum sich ein Anbau von Steckrüben im eigenen Garten lohnt? Ganz einfach: sie können hervorragend nach der Ernte andere Gemüsepflanzen auf die «leeren» Beete gepflanzt werden, sodass der Garten «natürlich abgedeckt» wird. So bleibt das Beet Unkraut frei.   

Schwarzwurzeln

Ähnlich wie die Steckrüben, zählen Schwarzwurzeln eher zu den unbekannteren Gemüsepflanzen. Jedoch bieten Schwarzwurzeln eine Vielzahl an guten Nährstoffen und sowohl die Wurzel als auch die Blätter glänzen, bei richtiger Verarbeitung, mit ihrem einzigartigen Geschmack. 

Rüben

Rüben gehören zu den Grundnahrungsmitteln. Daher macht es durchaus Sinn, ein bis zwei Pflanzen im eigenen Garten anzubauen. Schon bald werdet ihr feststellen, dass sowohl Knolle als auch das Rübengrün – zum Beispiel sautiert- hervorragend schmecken und vielseitig einsetzbar sind.

Brunnenkresse

Brunnenkresse wurde lange Zeit als Unkraut angesehen. Mittlerweile wissen wir jedoch, dass diese vermeintlichen Unkräuter oft den höchsten Anteil an Vitaminen und Mineralien besitzen. Brunnenkresse eignet sich daher als idealer ganzjähriger Nährstofflieferant, welche unter leichten Bedingungen, schnell im schattigen Garten wächst. 

Diese Pflanzen wachsen auch fast bei Dunkelheit


Es gibt auch Gemüsepflanzen, welche unter sehr schattigen Bedingungen gut wachsen können. Gerade einmal 2 bis 4 Stunden Sonne pro Tag brauchen diese, um eine reiche Ernte zu offerieren. 

Besonders gut eignen sich Blattgemüse. 


Rucola

Rucola lässt sich hervorragend im Schatten anpflanzen. Neben vielen gesunden Bitterstoffen enthält er eine Vielzahl an Vitaminen und Mineralien und lässt sich wunderbar in der Küche verarbeiten. Im Anbau eignet er sich besonders gut als Nachbar für Pfefferminze, Karotten, Spinat und Dill. 

Rosenkohl 

Man liebt ihn oder hasst ihn: der Rosenkohl! 

Wir lieben ihn: als tolles Wintergemüse, versorgt er gerade in der kalten Jahreszeit mit wichtigen Nährstoffen und gehört damit zu den «Super Greens». Dadurch, dass er im Schatten gut wächst und recht in die Höhe schießt, können die Zwischenräume toll für den Anbau von Bohnen oder Erbsen dienen.  

Grünkohl

Ein weiterer unheimlich gesunder Kreuzblütler, welcher euch, wie der Rosenkohl, vor allem in den Wintermonaten mit dem Supernährstoff Chlorophyll versorgt, ist der Grünkohl. Auch er wächst in Mengen ohne viel Sonnenlicht und ist daher das perfekte Gemüse für einen Schattengarten.

Salat

Ob als reiner Salat, Burger Topping, Suppe – Salat ist unheimlich vielseitig und köstlich obendrein. Allein die Vorstellung ihn im eigenen Garten zu pflücken, lässt Gärtnerherzen höherschlagen. Einfach im Anbau und Pflege, eignet er sich außerdem extrem gut für schattige Plätze oder «Raumfüller» zwischen anderen Gemüsepflanzen. Nur vor Schnecken solltet ihr ihn schützen!

Senfgrün

Zu viel Sonne lässt das Senfgrün schnell verwelken. Daher solltet ihr einen schattigen Platz im Garten finden, welchen ihr mit den knackig grünen Pflanzen aufwerten könnt! 

Unser Tipp: Sautiert die Blätter vor dem Servieren mit knackigem Bacon!

Sauerampfer

Unterschieden wird zwischen Französischen- und Garten- Sauerampfer, wobei Französischer weniger sauer, dafür erfrischend herb im Geschmack ist. Besonders toll am Sauerampfer: er wächst üppig und das ohne große Pflege. Eine echte Überlebenspflanze, perfekt für einen schattigen Garten.

Spinat

Wie die meisten schattenliebenden Pflanzen, bevorzugt auch der Spinat kühlere Temperaturen und sollte daher bereits früh in der Saison gepflanzt werden. Mit regelmäßiger Bewässerung und genügend Schatten, könnt ihr euch im Sommer über eine große Ernte frischen Spinats freuen. 

Mangold

Leicht im Anbau, pflegearm, aber sehr produktiv und schattenarm ist der Mangold. Sowohl im Garten, als auch später auf dem Teller überzeugt er durch sein farbenfrohes Aussehen und Reichtum an wertvollen Nährstoffen wie Vitamin A und C, als auch Magnesium, Eisen und Kalium. 

Auch als Heilpflanze lässt sich der Mangold durch die Vielzahl an enthaltenden Antioxidantien hervorragen verwenden und sollte daher unbedingt im Gemüsegarten an einem schattigen Ort seinen Platz finden.

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Für sehr dunkle, schattige Plätze im Garten eigen sich selbst schattenliebende Gemüsepflanzen kaum. An diesen Orten solltet ihr bevorzugt blühende Zierstauden pflanzen. 

Liegt euer Garten komplett in der Sonne, könnt ihr unter Beachtung des Lichteinfalls Schatten selbst erzeugen. So können schnellwachsende Pflanzen, wie Bohnen und Mais Schatten für Radieschen, Schnittlauch und schattentolerante Kräuter liefern. 

Im absoluten Hochsommer solltet ihr über Abdeckungen nachdenken. Diese könnt ihr nach eigenen Vorlieben gestalten und so auch als schöne Dekoration aufwerten. 


Clara
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