Gartenarbeit fördert körperliche Fitness und gesunden Geist

Gartenarbeit macht nicht nur Spaß, sie fördert auch die Fitness! Wir verraten euch, warum Gartenarbeit eine gesunde und günstige Alternative zum Fitnessstudio ist und was das Gärtnern sonst noch bewirkt. 

News

4.10.2021

Corona hat einiges verändert. Vor allem haben wir die frische Luft und körperliche Betätigung neu zu schätzen gelernt, nach all den Lockdowns und Einschränkungen. Während dieser Zeit ist Gartenarbeit zu einer der beliebtesten Aktivitäten geworden. Das aus durchaus gutem Grund: frische Luft, körperliche Betätigung und immerwährende sichtbare Erfolgserlebnisse.

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Wie fördert Gartenarbeit die körperliche Fitness?

Geschlossene Fitnessstudios? Kein Problem: Euer Garten kann zu einem eigenen Yoga-Studio, Kardio-Workout-Platz oder einem kleinen Kraftstudio werden.

Und mal ehrlich: wenn ihr euch entscheiden könnt, ob im schönen Grünen etwas zu schwitzen und dabei noch euren Garten zu fördern, oder in Mitten von stinkenden Muskelprotzen auf dem Laufband zu leiden, liegt die Antwort doch auf der Hand.  


Bei der Gartenarbeit trainiert man verschiedene Aspekte wie Beweglichkeit, Koordination, Kraft und Ausdauer. 


«Cardio»-Tätigkeiten wie Rasenmähen, Laubrechen und Wässern verbessern ganz unbewusst eure Ausdauer. Ihr werdet sehen, dass euch diese Tätigkeiten mit der Zeit immer leichter fallen. 

Unser Tipp: Variiert die Geschwindigkeiten dieser Arbeiten oder seht diese als Challenge an. Zum Beispiel könntet ihr anfangen, die Zeit zu stoppen, die ihr zum Mähen eurer Grünfläche benötigt. Nun steigert ihr zunehmend eure Laufgeschwindigkeit und werdet so fitter und spart Zeit. 


Das Bücken beim Unkraut zupfen, das Überkopfpflücken der Äpfel oder das Schwingen der Gießkanne – all diese Bewegungen fördern eure Beweglichkeit und Koordination. Gelenke werden mehr ausgereizt und dadurch mit mehr Nährstoffen versorgt. Dies macht sie auf Dauer geschmeidiger und beugt Verletzungen und ein Sturzrisiko vor.

Muskeln trainieren


Wer braucht schon Hanteln, wenn man Gießkannen voller Wasser oder kiloweise Blumenerde schleppen kann? Schnell werdet ihr merken, dass euch diese Gewichte von Mal zu Mal leichter vorkommen. Das liegt daran, dass eure Kraftausdauer und Maximalkraft durch die regelmäßige Arbeit im Garten verbessert wird. Besonders Oberschenkel-, Rücken- sowie Oberarmmuskulatur werden trainiert. Zudem werden Knochen, Sehnen und Gelenke durch die regelmäßige Bewegung gestärkt. 


Gießen, Schieben, Graben und Heben – viele unterschiedliche Muskeln werden bei der Gartenarbeit angesprochen. Das tolle daran: die körperliche Arbeit wird nicht als solche wahrgenommen, da der Fokus auf der Pflege des Gartens liegt. So verbessert die Gartenarbeit ganz unbewusst eure aufrechte Haltung, formt eure Körper und kurbelt euren Kalorienverbrauch an. Nebenbei fördern die frische Luft und Sonne die Produktion von Vitamin D, welches das Immunsystem und allgemein euer Wohlbefinden steigert.

Auf elektrische Geräte verzichten


Je intensiver die Bewegung und je mehr Muskelgruppen angesprochen werden, umso höher ist der Kalorienverbrauch. Ein intensives Arbeiten mit dem Spaten in einem schweren, lehmigen Boden erhöht die Muskelbeanspruchung und führt zu einem höheren Energieverbrauch als das Arbeiten mit einem elektrischen Gartengerät zur Bodenbearbeitung. 

Eine Stunde Rasenmähen verbrennt nahezu so viel Kalorien wie Radfahren. Bis zu 400 Kalorien pro Stunde könnt ihr bei einem leicht zügigen Tempo erwarten. Graben und Umgraben sogar bis zu 600 Kalorien, Hecke schneiden und Laub harken etwa 300 Kalorien pro Stunde. 


Gartenarbeit für eine glückliche Seele

Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass körperliche Betätigung und das Gefühl von Auspowern die Laune steigern. 

Neben den körperlichen positiven Effekten von Gartenarbeit, werden auch Seele und Geist positiv beeinflusst. Schon in der Antike wurde "die positive Wirkung von Zeit im Grünen" beschrieben. 

Wie Gartenarbeit eurer Seele gut tut, haben wir in drei Punkten zusammengefasst:

Keine Kontrolle und Vorschriften

Im Garten kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen und sich individuell entfalten. Es gibt keinen strengen Chef, der euch Anweisungen gibt und auch keine eingefahrenen Regeln, die ihr beachten müsst. Natürlich kann man sich wertvolle Tipps holen, doch grundsätzlich bietet der Garten eine wunderbare Möglichkeit, neue Seiten an sich zu entdecken und das innere Kind zum Vorschein zu erwecken.

Erschaffung von Leben

Der Aspekt, dass beim Gärtnern etwas mit eigenen Händen erschaffen und oftmals sehr schnell tolle Ergebnisse gesehen werden, hat besondere Qualität auf unsere Seele. Der Erfolg kann mit allen Sinnen wahrgenommen werden. Daher wird Gartenarbeit auch als erfolgreiche Therapieform bei Suchtkrankheiten, Depressionen, Demenz-, Parkinson- oder Schlaganfallpatienten eingesetzt.

Gartenarbeit baut Stress ab

Ob ihr nun ein paar Blumen erntet und euch an ihrer Schönheit und dem Duft erfreut oder ob ihr angestaute Energie mit dem Spaten im Beet ablasst – Gartenarbeit ist die perfekte Möglichkeit, Alltagsfrust und Stress abzubauen. 

Angestaute Emotionen können bei anstrengenderen Gartentätigkeiten entladen werden, wohingegen filigranere Aufgaben Distanz zu den Tagesereignissen schafft und Ruhe in die Gedanken bringt.  

Körperliche Aktivität, frische Luft und das Gefühl, etwas geschafft zu haben baut die bei psychischem Stress ausgeschütteten Hormone wie Cortisol und Adrenalin ab und lässt und so innere Ruhe, Zufriedenheit und besseren Schlaf finden. 

Tipps für die Gartenarbeit

Seid ihr nun auch ganz wild darauf, euch in die Gartenarbeit zu stürzen und eurem Körper und Geist eine Freude zu machen? Perfekt, wir wollen euch gar nicht aufhalten. Bevor ihr aber anfangt, möchten wir euch noch ein paar Tipps mit auf den Weg geben:


Überfordert euch nicht!

Gartenarbeit soll in erster Linie Spaß machen. Auch fordern darf sie, aber nicht überfordern. Entwickelt sich die Arbeit nur zu einem weiteren Punkt auf der langen Erledigungsliste verliert sie schnell den erholsamen Effekt. 

Wählt am besten pflegeleichte und regionale Pflanzen und holt euch für größeren Aufgaben Hilfe.

Achtet auf euren Körper

Ständiges Bücken, Arbeiten auf den Knien oder schweres Schleppen kann auch schnell auf die Gelenke gehen, wenn man die Bewegungen nicht richtig ausführt oder zu schnell zu viel macht. Daher hört auf euren Körper und gönnt ihm auch Ruhe, wenn er danach verlangt.

Ein leichtes Dehnen vor der Arbeit ist ratsam. 

Bei den Bewegungen solltet ihr auf einen geraden Rücken achten, schwere Lasten aus den Beinen herausheben und Bauch, Arme und Po anspannen, um ein effektives Fitnessprogramm aus der Gartenarbeit zu ziehen. 

Trinkt genug und schützt euch vor Sonne

Körperliche Betätigung und Sonne führen zu einem hohen Wasserverlust, den ihr unbedingt durch viel Trinken ausgleichen solltet. Auch ist es wichtig, sich vor den UV-Strahlen mit der passenden Kopfbedeckung und Sonnencreme zu schützen, um Hautkrebs und Sonnenbrand zu vermeiden. 

Pausen machen und genießen! 

Nehmt euch die Zeit eure getane Arbeit zu genießen: der Blick ins Grüne, das Atmen an der frischen Luft, das Fühlen der Blätter oder Riechen an den Blüten – all dies entschleunigt und hat ähnliche Effekt wie eine Meditation.

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Gärtnern eignet sich für jeden, der gerne draußen und aktiv ist. Neben wunderschönen Pflanzen, Gemüse und Obst bietet euch der Garten auch körperliche und seelische Vorteile. Ob ihr dabei die Fitness oder das Wohlbefinden in den Vordergrund stellt, ist jedem selbst zu überlassen: Alles kann, nichts muss, glücklich und gesund macht Gärtnern jedoch immer. 


Clara
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