Das Bienenhotel - Die Rettung für Wildbienen

Bienen sind nicht nur für Honig wichtig. Was wir tun können, um ihnen in unseren Gärten zumindest etwas zu helfen, erfahrt ihr hier.

News

7.16.2021

Bienen sind unglaublich wichtig für das Ökosystem der Erde und für unser Leben. Wir denken bei dem, was Bienen für uns tun, vielleicht als Erstes an Honig oder an Wildblumen, die die kleinen Insekten bestäuben, doch fängt da die Wichtigkeit der Bienen erst an. Ohne Bienen geht nichts.

Die Bedrohungen der Biene

Da wir Menschen immer mehr Natur bebauen, zubetonieren und Lebensräume für die Bienen zerstören droht bald ein Totalausfall und eine Umweltkatastrophe nimmt ihren Lauf. Massenschwinden an Insekten ist schon seit vielen Jahren zu beobachten und es zeigt keine Zeichen der Verlangsamung.

Die Konsequenzen sind katastrophal. Denn Insekten, wie die Honigbiene, Wildbienen, Hummeln u.a. sind bekanntlich für die Bestäubung von Blüten und zum allgemeinen Pflanzenschutz unverzichtbar. Zudem halten sie viele Schädlinge im Zaum. Ohne Bienen und Wildbienen also keine Früchte, aber auch sterbende Bäume, was auf lange Sicht weniger Sauerstoff bedeutet.

Auch der Einsatz von Pestiziden ist nach wie vor eine Gefahr - nicht nur für die Wildbienen. Das Entfernen von Totholz aus den Gärten nimmt den Wildbienen die Möglichkeit zu nisten. Besonders schädlich ist für die Wildbiene auch die heute oft übliche einseitige Landwirtschaft. Sie findet dadurch immer weniger Nahrung.

Die meisten Probleme für die kleinen Insekten sind jedoch auf den Klimawandel zurückzuführen. Zudem war in diesem Jahr (2021) der nasskalte Frühling leider kein Flugwetter so, dass sie nicht genug Ausflüge machten und nicht ausreichend futtern konnten. An sich sind Bienen aber ein sehr anpassungsfähiges Volk. Auch sind sie an das Wetter gut anpassungsfähig. Sie können sich in ihren Kästen sogar selbst kühlen, mit ihren Flügeln, die für Frischluft sorgen.

Leider gibt es aufgrund des Klimawandels immer weniger unterschiedliche Futterpflanzen und der Wald hat auch unter der Trockenheit der letzten Jahre gelitten. Und, wenn es durch die Erderwärmung hingegen zu einem so frühen Erblühen der Natur kommt, wie in den letzten Jahren, ist das ich nicht von Vorteil, da die Bienen zu der Zeit noch nicht genug Kraft haben, um zum Ausschwärmen bereit zu sein.  

Es gibt eine unglaubliche Vielfalt an Wildbienenarten. Allein hier  in Deutschland kommen um die 560 Arten vor.

Nach § 39 Abs. 1 Bundesnaturschutzgesetz sind sie alle geschützt. Trotzdem nimmt ihr Schwinden weiter seinen Lauf.

Was können wir tun?

Helfen können wir dem Wildbienenvolk mit dem Aufstellen oder Aufhängen eines Wildbienenhotels!  Den vom Aussterben bedrohten Wildbienen ein Hotel anzubieten kann sogar richtig spannend sein und man kann bei der Beobachtung des summenden Volkes noch was erleben.  

Wer sich ein Insektenhotel für Wildbienen anschafft, wird nämlich auch äußerst fasziniert sein vom Verhalten der Tiere.  

Und keine Angst vor den kleinen Bienchen! Wusstet ihr, dass die kleinen Wildbienen kein bisschen aggressiv sind? Das ist darauf zurückzuführen, dass sie keine Königin zu verteidigen haben und auch keinen Honig schützen müssen. Also keine Angst die Bienen stechen nicht, zumindest nicht, wenn ihr sie nicht versehentlich platt tretet oder zwischen den Fingern zerdrückt.

Auch für Kinder, die sich bekanntlich immer sehr für die Natur interessieren, da vor allem für Tiere, ist ein Insektenhotel bewohnt von Wildbienen eine echte Faszination. Man kann die Kleinen doch eine Weile mit dem Beobachten des Schwarms beschäftigen.  

Neben anderen Maßnahmen, wie Pestizide zu vermeiden, welche das Immunsystem der Wildbienen schwächen, sind Bienenhotels ein toller Weg, den weiteren Rückgang der Bienenpopulation zu mindern, wenn auch nur ein klein wenig.

In diesen gemütlichen Insektenhotels können die Wildbienen ganz geduldig überwintern. Gerade die Wildbienen sind für das Angebot sehr dankbar und man braucht kein Imker zu sein, ja nicht mal einen Garten zu besitzen um etwas für diese hilfreichen Insekten und ihre Rettung zu tun. Jeder kann so ein Bienenhotel oder Insektenhotel aufhängen. Es braucht auch deutlich weniger Pflege als jeder Hamster da es nicht geputzt werden muss und die Gäste von diesem Hotel ganz alleine Gassi gehen, bzw. fliegen.  

Was müsst ihr beim Anbringen des Insektenhotels beachten?

  1. Das Hotel sollte vor Regen und Wind geschützt aufgehängt oder aufgestellt werden. Natürlich an einem sonnigen Ort.  
  2. Die Nähe von Kräutern, blütenreichen Pflanzen, einheimischen Sträuchern und Bäumen, am besten eine schöne bunte Wildblumenwiese ist vorteilhaft. Das geht auch mit Pflanzen in Blumenkästen, Töpfen und Trögen.  
  3. Die Wildbienen mögen keinen Umzug. Also das Bienenhotel am besten das ganze Jahr am selben Ort belassen.  

Wir finden diese Nisthilfe aus Beton toll!  

Das „beehaus" bietet für Wildbienen eine ausgezeichnete Nist- und Überwinterungsmöglichkeit. Die Löcher haben verschiedene Durchmesser, damit mehrere Wildbienen-Arten dort wohnen können und ihre Brutzellen in den engen und glatten Röhren ablegen.  

Wie funktioniert die Nisthilfe für Wildbienen aus Beton?

Die Wildbienen können ihr Gelege ganz bequem mit Nektar und Pollen versorgen. Die Biene verschließt die Röhre dann mit Lehm bis die geschlüpften Larven sie im Frühjahr (ca. März) wieder öffnen und ausfliegen.  

Bambusröhren und andere organische Nistkästen sind oft voll splittriger Teile, die die Biene und ihre empfindlichen Flügel verletzen können. Außerdem ist Beton extrem robust und widerstandsfähig. Zudem wird das Haus nach dem Auszug der jungen Bienen einfach mit einer Bürste gereinigt. Auch verfaulen kann nichts.  

Sandra
Artikel von Sandra

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