17 essbare Wildkräuter für alle Jahreszeiten

Wir zeigen euch, wie viele essbare Kräuter es in Wald und Wiesen zu finden gibt. Wildkräuter könnt ihr das ganze Jahr über sammeln und so mit wertvollen Nährstoffen versorgt werden.

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4.11.2021

Clara

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Wildkräuter umfassen alle krautigen Pflanzen, die nicht durch Züchtung verändert wurden. Anders als Bäume und Sträucher besitzen Kräuter keinen holzigen Stamm. 

Sowohl geschmacklich, als auch der hohe Anteil an Nährstoffen überzeugen bei Wildkräutern. Die Aromen erstrecken sich über nussig, pilzartig, bitter und süß und können so hervorragend für die verschiedensten Gerichte wie Pesto, Saucen, Dips, Suppen oder als Tee verwendet werden. 

Viele Wildkräuter haben einen deutlich höheren Nährstoffgehalt als Gemüse. Brennnesseln enthalten zum Beispiel doppelt so viel Eisen wie Spinat und dreimal so viel Vitamin C wie Rosenkohl. 

Gleichzeitig werden viele Wildkräuter auch in der Heilmedizin eingesetzt. Löwenzahn kann bei Verdauungsbeschwerden, Gänseblümchen bei unreiner Haut und Spitzwegerich bei Husten helfen. 

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Sammeln und Aufbewahren

Kostenlos, ganzjährig und überall zu finden - Wildkräuter punkten auf ganzer Linie. Ein paar Dinge solltet ihr jedoch beim Sammeln und Aufbewahren beachten. 

Da nicht alle Wildkräuter essbar sind, solltet ihr nur diese pflücken, bei denen ihr euch zu hundert Prozent sicher seid. 

Hilfreich bei der Bestimmung der Wildkräuter ist das Buch von Steffen G. Fleischhauer “Essbare Wildpflanzen”. Über 200 heimische Pflanzenarten werden hier umfangreich und mit tollen Bildern beschrieben, sodass Verwechslungen ausgeschlossen sind. Auch die Wildkräuter-App “Flora Incognita” eignet sich hervorragend, um Wildkräuter einfach per Foto bestimmen zu lassen. 

Beim Sammeln solltet ihr die Nähe zu vielbefahrenen Straßen vermeiden. Auch typische Hundeklowiesen sollten nicht unbedingt zum Sammelgebiet gewählt werden.

Beim Sammeln solltet ihr immer nur kleine Mengen sammeln, um die Natur zu respektieren und zu gewährleisten, dass im Folgejahr wieder neue Pflanzen wachsen. In Naturschutzgebieten dürft ihr keine Wildkräuter sammeln. 


Jahreszeiten-Kräuterkunde


Wie bei den meisten Kräutern sind Frühling und Sommer die besten Jahreszeiten für eine ergiebige Ernte. Es gibt aber auch einige Pflanzen, deren Blätter das ganze Jahr über gut schmecken und wachsen. Wir haben für euch eine Auswahl der gängigsten Wildkräuter zur jeweiligen Jahreszeit zusammengestellt. 


Frühling

Spitzwegerich - meist auf Wiesen und am Wegesrand zu finden. Die Blütenknospen erinnern im Geschmack an Champignons, die zarten Blätter eignen sich als Zutat für Quark, Dips, Rührei oder als Salat.


Giersch - Geschmacklich eine Mischung aus Petersilie und Möhre und als Salat oder Spinat zu verwenden. Finden kann man die zarten Blätter in der Nähe von Gehölzen.


Bärlauch - Folgt ihr dem Duft nach Knoblauch, landet ihr meist auf einer im Schatten gelegenen Waldwiese voll gewachsen mit Bärlauch. Besonders lecker kann Bärlauch als Pesto, Kräuterbutter oder in Brot und Teigwaren verarbeitet werden.


Knoblauchrauke - Knoblauch und Kresse vereint und damit ideal zu Salaten, Gemüse oder als Gewürz. Die Rauke wächst häufig an Waldwegen. 


Löwenzahn - Sowohl die süßen Blüten, als auch die frischen Blätter lassen sich toll als Salat, Spinat oder Gewürz verarbeiten. 


Sommer


Mädesüß - die süß schmeckenden Blüten können toll zu Desserts, Limonaden oder Tees weiterverarbeitet werden. Da die Mädesüß es gerne nass mögen, findet man sie in Gräben, an Quellen und Ufern.


Wild Möhre - zu erkennen an der dunklen Einzelblüte in der Mitte der weißen Blütendolde. Geschmacklich erinnern die Blüten an eine Mischung aus Anis und Petersilie. 


Oregano - Blätter und Blüten können sowohl frisch, als auch getrocknet als Gewürz eingesetzt werden. An sonnigen Hecken und Waldrändern werdet ihr besonders fündig.


Rot - Klee - Die roten Blüten schmecken leicht süßlich und lassen sich in Teige einkneten, als Bratling ausbacken oder über Salate streuen. Zu finden ist der Klee auf fast allen Wiesen.


Herbst


Waldsauerklee - Der Klee schmeckt wunderbar zitronig und kann auf einer Wanderung einen erfrischenden Snack bieten oder als Gewürz zu Salaten gegeben werden. Vor allem in Laubmischwäldern ist der Klee zu finden. 


Franzosenkraut - wächst an Weinbergen, Feldern und Wegen. Die aromatischen Blätter können zu Suppen, Dips und Saucen hinzugefügt oder als Spinat gekocht werden.


Gundermann - Herb-minzig im Geschmack eignet sich als Beigabe zu Quark oder Salat. Zu finden ist der Gundermann an Heckenrändern und Wiesen. 


Sauerampfer - Die Pflanze schmeckt sauer-zitronig und kann Suppen ein tolles Aroma verleihen. Er wächst vor allem auf Weiden und Wiesen.


Winter


Brennnessel - Gespickt mit Nährstoffen und Mineralien gilt die Brennnessel als wahre Wunderpflanze. Zu finden ist sie eigentlich überall, bevorzugt aber an Waldrändern. Die Blätter lassen sich toll zu Suppen, Pesto oder Spinat zubereiten. 


Wiesen-Labkraut - Sowohl Blätter, als auch Stängel sind essbar, jedoch eher mild im Geschmack. 


Vogelmiere - die kleinen, flächig wachsenden Miere findet man in den Büscheln von vielen Pflanzen. Die nach Kopfsalat schmeckende Pflanze ist komplett essbar und kann toll als Salat oder Spinatgemüse zubereitet werden.


Gänseblümchen - Das Gänseblümchen blüht das ganze Jahr auf Wiesen und Parkrasen. Der herb-feldsalatartige Geschmack der Blätter und Blüten peppt Salate, Dips und Saucen toll auf.

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In Deutschland gibt es weit über hundert essbare Wildkräuter. Wenn ihr mehr darüber erfahren wollt könnt ihr euch auf Kostbarenatur.net genauer informieren sowie einen Sammelkalender für jeden Monat finden.


Falls ihr Inspirationen für tolle Rezepte braucht, könnt ihr auf eatsmarter.de oder Pinterest.de fündig werden. 

Unser momentaner Liebling: Löwenzahnsalat mit Erdbeeren, dazu ein Brennnessel-Hähnchen-Wrap! Mehr Wildkräuteraroma sowie gesunde Nährstoffe auf einem Teller geht kaum!


Nachdem ihr nun alles Wesentliche über Wildkräuter wisst, könnt ihr direkt mit dem Sammeln loslegen. 

Wir wünschen euch viel Spaß und guten Appetit!


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